Zur Notwendigkeit und Möglichkeit präventiver gewaltfreier Aktionen in globalen Krisen- und Spannungsfeldern

Zur Notwendigkeit und Möglichkeit präventiver
gewaltfreier Aktionen in globalen Krisen- und
Spannungsfeldern

von
Reiner Steinweg

erschienen in: Thomas Roithner / Ursula Gamauf-Eberhardt (Hg.): Am Anfang war die Vision vom Frieden. Wegweiser in eine Zukunft jenseits von Gewalt und Krieg. Festschrift zum 90. Geburtstag von Gerald Mader, Wien: Kremayer & Scherlau 2016, S. 385-400

Prävention ist eine „undankbare Tätigkeit“: Wenn sie misslingt, zeigt man auf die, die es versucht haben, mit dem Finger. Wenn sie gelingt, interessiert das in der Regel niemanden mehr, zumindest nicht die Medien, weil die Gefahr, die von manchen vielleicht gar nicht gesehen wurde, gebannt ist. Dennoch gelingt Prävention zwischen den Staaten öfter als vermutet und darauf kann man nicht genug verweisen (Steinweg 2016). Wenn aber die Regierungen – meist aus Angst vor den Reaktionen der Mehrheitsbevölkerung des von ihnen gesteuerten Staates – bestimmte lebensbedrohende Probleme wie z. B. den Klimawandel nicht oder nur sehr halbherzig angehen oder die Lösung immer weiter hinausschieben, bis es zu spät ist, dann muss etwas von unten geschehen. Man wird sich dabei an den erfolgreichen gewaltfreien Kampagnen orientieren, die aus den letzten vier Jahrhunderten bekannt sind (siehe u. a. Chenoweth/Stephan 2011; Steinweg/Laubenthal 2011 sowie die online-Bibliographie Steinweg 2011).
Im Folgenden werden einige – teilweise kriegsträchtige – globale Krisen benannt, Grundlinien und Prinzipien gewaltfreier Aktion dargestellt, die durchdacht sein wollen, damit man den für solche Kampagnen nötigen langen Atem nicht verliert, und schließlich bezogen auf diese Krisen Vorschläge für gewaltfreie präventive Kampagnen und Aktionen von unten auf den genannten Feldern gemacht.

Krisen und Gefahren der kommenden Jahrzehnte

Neben der schon lange vor 2008 vorausgesagten, noch keineswegs ausgestandenen Finanzkrise ist mit Blick auf Krieg oder Frieden die Energiekrise zu nennen. Während Experten wie Ernst Ulrich von Weizsäcker aus vielen Gründen seit zwei Jahrzehnten empfehlen, den Erdölpreis kontinuierlich anzuheben, um damit die Forschung zu alternativen Energien zu fördern und das unvermeidliche Ende der nicht erneuerbaren fossilen Energien rechtzeitig vorzubereiten (Weizsäcker 1989), ist Rohöl gegenwärtig so billig wie schon lange nicht mehr. Die Freude darüber wird auch in Westeuropa schon in wenigen Jahren bitter schmecken. Im Osten scheint der Ukraine-Krieg unter anderem eine Reaktion auf die Rohölschwemme zu sein: Die russische Führungselite muss die Massen davon ablenken, dass die versprochenen Wohlstandsziele nicht erreichbar sind. Das geht noch immer am besten mit nationaler Begeisterung und Siegesmeldungen (zum Anteil auch des Westens an dieser Krise siehe Jahn 2015 und Steinweg 2015).
Die immer dramatischer sich öffnende Einkommensschere allein aufgrund der Zins- und Zinseszinsregeln könnte auch in Westeuropa zu kollektiver Gewalt führen: Die KapitalbesitzerInnen bekommen automatisch immer mehr, die Armen und auch die mit „normalem“ Einkommen, das keine großen Rücklagen erlaubt, immer weniger vom erwirtschafteten Volksvermögen – ein einfaches Rechenexempel. Wir nähern uns Zuständen wie im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Sollte es zu massenhaften gewalttätigen Reaktionen gegen die „Gewinner“ kommen, werden die „Sieger“ die Verlierer sein: Nach den gewaltsamen Revolutionen sind seit 1789 noch immer die Robespierres, Stalins oder Ben Alis gekommen. Auch Hitler wäre ohne die „rote Gefahr“ von der deutschen Industrie nicht unterstützt und folglich wohl kaum an die Macht gekommen.
Der absehbare zukünftige Verlust an Arbeitsplätzen auch in den reichen, export-orientierten Ländern, der dadurch entstehen dürfte, dass die ärmeren Länder nicht mehr im früheren Ausmaß importieren können und noch mehr Arbeitsplätze aus den reichen Ländern in die so genannten Billiglohnländer verlegt werden, wird auch die reichen Länder in Mitleidenschaft ziehen, die Löhne drücken und ebenfalls zur Verarmung beitragen. Dies hat zur Folge:
Ein weiter wachsender Schuldenberg der öffentlichen Hand, d. h. hohe Schuldentilgungslasten und entsprechend verringerte Möglichkeiten zur Abfederung des Sozialstaates,
zunehmende private Verschuldung eines immer höheren Prozentsatzes der Bevölkerung, zunehmende Jugendarbeitslosigkeit mit der Folge, dass immer mehr junge Leute einen Lebenssinn und Bewährungsmöglichkeiten in gewalttätigen Kämpfen suchen. Der anhaltende Zustrom zum so genannten Islamischen Staat könnte der Vorbote einer solchen Entwicklung sein, die Europa nicht zum ersten Mal erlebt.

Zu erwarten sind noch gewaltigere globale Migrationsströme, die zumindest teilweise von Europa verursacht sind. Wenn es tatsächlich zu den – von manchen WissenschaftlerInnen bei anhaltendem Erwärmungstrend über jene 2 Grad hinaus, die als noch beherrschbar gelten, vorhergesagten – Überflutungen von Teilen der englischen und holländischen Küste sowie der norddeutschen Tiefebene kommen sollte, weil die Polkappen infolge des Klimawandels abschmelzen, werden noch größere innereuropäische Migrationswellen hinzukommen. Dann spätestens werden die aus den 1920er und 1930er Jahren bekannten sozialpsychologischen Mechanismen greifen, wenn nicht rechtzeitig breitenwirksam vorgebeugt wird:
Sündenbocksuche und Schuldprojektionen auf religiöse oder kulturelle Minderheiten,
Ausgrenzung, Sozialneid auf diejenigen Zugewanderten, die den Aufstieg geschafft haben oder die Einheimischen gar überholt haben werden,
Selbstwertstärkung durch Abwertung anderer Bevölkerungsgruppen, denen es noch schlechter geht, Entwicklung fixer, durch kein Argument revidierbarer Feindbilder.
In einem solchen Klima lässt sich dann leicht für neue (Ablenkungs-) Kriege mobilisieren.
Der extreme Fleisch- und Fischkonsum in den reichen Ländern (und zunehmend auch in den großen asiatischen Ländern) schmälert drastisch die Ernährungsbasis, insbesondere in Afrika, und verstärkt die Wanderungsströme dramatisch. Eine besondere Rolle spielt dabei
das Leerfischen der afrikanischen Küsten durch ausländische, nicht zuletzt europäische Fangflotten, das land grabbing bzw. die kalte Enteignung der Kleinbauern und -bäuerinnen durch das globale Agrobusiness, oder z. B. die Lieferung der bei uns nicht verkäuflichen Hühnchen-Teile als Billigfleisch nach Afrika, was dort vielerorts die Marktchancen der Kleinbäuerinnen und -bauern zerstört.

Von der gleichen Menge Land, von der sich 100 Menschen ernähren können, können nur 10 von ihnen leben, wenn sie täglich Fleisch essen. Der extreme Fleischkonsum wird – auch in Europa – zu erheblichen Problemen führen: durch die für die Massentierhaltung und     -verwertung benötigten riesigen Wassermengen (zwischen 16.000 und 19.000 Liter Wasser pro Kilogramm gebratenem Rindfleisch) und durch den Methanausstoß (ein gutes Viertel davon stammt aus der Tierhaltung, vor allem von Rindern).

Viele andere ökologische Bedrohungen des Planeten ließen sich anführen, z. B. durch
die riesigen Plastikseen unter der Oberfläche der Weltmeere, die die Fische als Plankton wahrnehmen und daran verenden, das immer massivere Bienensterben unter anderem infolge des Pestizid-Einsatzes, das dramatische Artensterben, die mit dem Alter der Atomreaktoren und weiteren unerwarteten Erdbeben zunehmende Gefahr atomarer Verödung ganzer Regionen,
die Wegwerfpraxis in den so genannten entwickelten Ländern: Wie viele der Millionen Kinder, die an Hunger sterben (alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an vermeidbarem Hunger; Ziegler 2015), könnten wir von dem ernähren, was wir in den Müll werfen oder die Konsumtempel-ManagerInnen wegwerfen lassen, wenn wir unsere Grenzzäune öffnen würden? Konnten wir „spät Geborenen“ gegenüber den Verbrechen des Nationalsozialismus noch reinen Herzens argumentieren, es gebe keine Kollektivschuld, so können wir das gegenüber den verhungernden Kindern in den armen Ländern definitiv nicht mehr.

Nicht alle wissenschaftlichen Krisen-Vorhersagen der letzten anderthalb Jahrhunderte sind tatsächlich eingetroffen. Andere, völlig unvorhergesehene Konflikte oder auch positive Entwicklungen sind hinzukommen. Diese Einsicht entbindet uns jedoch nicht von der Verantwortung, rechtzeitig zu handeln. Wenn es gelingt, ein breites Bewusstsein der jetzt erkennbaren Fehlentwicklungen und Gefahren, ihres (zumindest potentiellen) Zusammenwirkens und gleichzeitig der Notwendigkeit zu schaffen, ihnen gewaltfrei zu begegnen, wird man auch den Kriegstendenzen vorbeugen können, die daraus erwachsen.
Gewaltfreiheit ist indessen mehr als ein Wort, mehr als der in Demokratien selbstverständliche „Verzicht“ auf (innergesellschaftliche) Gewalt jenseits des staatlichen Gewaltmonopols.

Wodurch zeichnen sich wahrhaft gewaltfreie Aktionen aus?
Gewaltfreie Aktionen oder direct actions, wie diese Aktionsform in den USA und in Großbritannien oft genannt wird, finden statt, wenn der Staat bzw. eine Regierung oder eine Behörde Gesetze und Verordnungen erlassen oder Entscheidungen treffen und durchsetzen, die von einem Teil der Bevölkerung als unmoralisch angesehen werden, als ethisch nicht vertretbar, weil sie Menschenrechte verletzen, (verfassungsmäßige) Grundrechte einschränken oder das Leben ganzer Bevölkerungsteile übermäßig erschweren. In diesen Fällen greift die gewaltfreie Aktion zum Mittel der bewussten, öffentlichen, angekündigten und gemeinsamen Gesetzesübertretung, um die Vorgänge öffentlich zu dramatisieren und ins allgemeine Bewusstsein zu rücken. Das Ziel solcher Aktionen ist aber immer ein neuer, besserer gesetzmäßiger Zustand.
Manche heute als absolut unantastbar geltenden Rechtsgüter verdanken wir gewaltfreien Aktionen einzelner mutiger Gruppen. Das gilt z. B. für die Religionsfreiheit, zunächst in den USA, dem Geburtsland der modernen Demokratie. Sie wurde 1680 in der puritanischen englischen Kolonie Massachusetts eingeführt, nachdem die Quäker-Innen 20 Jahre lang das Verbot der Einwanderung und Ausübung ihrer Religion einfach nicht akzeptierten und eine der ihren, Mary Dyer, dafür sogar freiwillig die Todesstrafe auf sich genommen hatte (Thorbecke 2011: 23).

Vier Grundelemente jeder gewaltfreien Aktion lassen sich an diesem frühen Beispiel erkennen:
die Entschlossenheit eines Bevölkerungsteils, ein als Unrecht erkanntes staatliches Handeln bzw. ein Gesetz, welches das freie menschliche Zusammenleben bedroht, um keinen Preis mehr zu dulden; dabei aber niemals, in welcher Form auch immer, selbst Gewalt anzuwenden gegen die für dieses Gesetz und seine Ausführung Verantwortlichen oder gegen die Bevölkerungsteile, die dieses Unrecht für Recht halten und u. U. mit höchst gewaltsamen Mitteln verteidigen. Einer der großen späteren Vordenker der Gewaltfreiheit, der russische Schriftsteller Leo Tolstoi, nannte dieses Prinzip: „dem Bösen nicht mit Gewalt zu widerstehen“; im Kampf um ethisch gebotene staatliche Verhaltensweisen alles Leiden, wenn denn schon Leiden im Kampf unvermeidlich ist, auf sich selbst zu nehmen und nicht dem Gegner aufzuerlegen. Gandhi formulierte später: „Satyagraha fordert, den Gegner durch Leiden in der eigenen Person zu gewinnen.“ in langen Zeiträumen zu denken und nicht auf schnelle Erfolge zu setzen.

Fast 200 Jahre nach der Hinrichtung von Mary Dyer ging im gleichen Staat Massachusetts Henry David Thoreau freiwillig ins Gefängnis. Er hatte sich geweigert, seine Steuerschuld an einen Staat zu zahlen, der mit Steuergeld die Sklaverei und einen Expansionskrieg gegen Mexiko unterstützte. Anschließend an seine Haft verfasste er die grundlegende Schrift Resistance to Civil Government, später umbenannt in Civil Disobedience, die deutsch unter dem Titel Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat zugänglich ist. Ein zentrales Zitat aus Thoreaus Schrift:
Wenn aber das Gesetz so beschaffen ist, dass es notwendigerweise aus dir den Arm des Unrechts an einem anderen macht, dann, sage ich, brich das Gesetz. Mach‘ dein Leben zu einem Gegengewicht, um die Maschine aufzuhalten. Jedenfalls muss ich zusehen, dass ich mich nicht zu dem Unrecht hergebe, das ich verdamme (Thoreau 1849).
Wiederum fast 20 Jahre nach Thoreaus Entscheidung, lieber ins Gefängnis zu gehen als indirekt die Sklaverei zu unterstützen, wurde letztere in den USA 1865 endlich abgeschafft – nicht aber die Rassentrennung! Es dauerte noch einmal fast genau 100 Jahre, bis auch diese auf bundesstaatlicher Ebene durch den Civil Rights Act von 1964 unter Präsident Johnson definitiv beendet wurde, nachdem dies in den amerikanischen Streitkräften schon 1948 unter Präsident Truman der Fall gewesen war. Dazu wäre es ohne die hartnäckigen gewaltfreien Kampagnen mit zivilem Ungehorsam, angeführt von Martin Luther King, nicht gekommen. Der Film Selma zeigt eine dieser Kampagnen.

In seinem noch immer äußerst lesenswerten Letter from a Birmingham Jail, den sein Anwalt aus dem Gefängnis herausschmuggelte, beschreibt Martin Luther King u. a. die vier Grundschritte der gewaltfreien Aktion (siehe dazu auch Jahn 1982):
Fakten sammeln: Um welche Verletzung der Menschenrechte geht es genau, wann und durch wen, in welchem Umfang?
Verhandeln. Also: versuchen, mit dem Gegner über dieses Unrecht zu sprechen und mögliche konkrete Schritte zu seiner Abschaffung auszuhandeln. Wenn das ohne Ergebnis bleibt:
Selbstreinigung (purification): Das ist eines der Prinzipien, die King von Gandhi gelernt hatte: Vor jeder größeren gewaltfreien Aktion zog dieser sich zurück, um sich selber über seine Motive, seine geplanten Handlungsweisen und die Ziele einer Aktion bis in die allerletzten Feinheiten klar zu werden.
Aktion bzw. ziviler Ungehorsam, die bewusste gemeinsame Übertretung einer als unethisch angesehenen Verordnung, eines moralisch illegitimen Gesetzes oder der Boykott einer Praxis, die der Staat zu Unrecht duldet.

Gandhi hat nach intensiver Beschäftigung mit Thoreau und Tolstoi und aus der Erfahrung zahlreicher gewaltfreier Kampagnen gegen den Kolonialismus (Sternstein 1970) zuerst in Südafrika, das damals noch britische Kolonie war, dann in Indien, noch einige weitere Prinzipien entwickelt, die über diese zweimal vier Elemente hinausgehen (dazu genauer Buro 2011 bzw. Galtung/Naess 1955):
„Schenke deinem Gegner Vertrauen! Versuche, ihm persönlich zu begegnen!“ Der Gegner ist niemals unser Feind. Er ist ein Mensch mit Gefühlen und Bedürfnissen, mit Schwächen und Stärken, mit dunklen und mit hellen Seiten – wie wir auch. Der Gegner tut aus unserer Sicht das Falsche, er denkt aus unserer Sicht das Falsche, aber wir bekämpfen nicht ihn, sondern das Falsche, das er tut; nicht den Menschen, sondern die Sache. Als Mensch bringen wir ihm genau den gleichen Respekt entgegen, die gleiche Rücksichtnahme und die gleiche Großmut wie gegenüber unseren besten FreundInnen und MitstreiterInnen.
Respektvoller Umgang auch mit dem Gegner: Mag er noch so verbohrt und menschenverachtend erscheinen, noch so viel Unrecht getan haben und darauf als seinem Recht oder als politische Notwendigkeit bestehen – als Teilnehmer und Teilnehmerinnen einer gewaltfreien Aktion vermeiden wir, ihn bloßzustellen oder in die Enge zu treiben (siehe dazu Gandhis Handeln in Südafrika, Anhang 1). Wir beschimpfen ihn nicht, sondern wir versuchen, ihn zu überzeugen und für unsere Sache zu gewinnen.
Konstruktive Alternativen: Zeigen und erfahrbar machen, dass es anders geht. Gandhi hat ein komplettes Konstruktives Programm für Indien entwickelt, das 18 Punkte umfasst (Gandhi 1945). Dazu gehörte der Aufbau einer Textilindustrie auf handwerklicher Basis unter der Devise „Statt Massenproduktion (durch weiße oder braune Kapitalisten), Produktion durch die Massen“. Auf diese Weise wollte er dem Boykott britischer Textilien eine konstruktive Alternative zur Seite stellen. Gandhi war überzeugt: „Dem Leser muss klar sein, dass ziviler Ungehorsam mit dem Ziel der Unabhängigkeit ohne die Kooperation der Millionen, die das Konstruktive Programm verwirklichen, nur eine Prahlerei darstellt und völlig unnütz ist“ (Gandhi 1945: 295).
Ziel-Mittel-Entsprechung: Die Kampfmittel müssen dem Ziel entsprechen. Wenn das Endziel eine gerechtere Gesellschaft mit sehr niedrigem Gewaltaufkommen und hohen Freiheitsgraden, also mit wenig Zwang ist, dann darf ich auf dem Weg dorthin nur Mittel verwenden, die diesem Ziel entsprechen, es gewissermaßen im Sinne einer Real-Utopie vorwegnehmen, die dadurch realisierbar wird.

Martin Arnold hat sämtliche Schriften von Gandhi (sowie von zwei weiteren großen ProtagonistInnen der Gewaltfreien Aktion, Bart de Ligt und Hildegard Goss-Mayr) systematisch untersucht. Er kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass es Gandhi weniger auf die Einhaltung ethischer Normen an und für sich, sondern, damit verbunden, darauf angekommen sei, im Einsatz gegen großes Unrecht Wege zur äußersten Kraftentfaltung zu finden (Arnold 2011: 187f; Arnold/Egel-Völp 2011).

Wie groß sind die Erfolgschancen von Kampagnen mit zivilem Ungehorsam?
Im politischen Feld gibt es für keine Aktionsform oder Herangehensweise eine Erfolgsgarantie. Es kann immer etwas „schief gehen“, durch unerwartete Koinzidenzen missglücken, an Schwung und Kraft verlieren, niedergeschlagen werden. Aber eine Studie von Cheno-weth und Stephan (2011) weist nach, dass die Erfolgschancen für gewaltlose Aufstände wesentlich größer sind als für gewaltsame. Die beiden Autorinnen haben mit Absicht nur solche Fälle ausgewählt (insgesamt 105), in denen die Unterdrückung, das Maß an Repression sehr hoch war. Sie kommen zu folgendem Ergebnis:
Gewaltlose Befreiungskämpfe gegen Kolonialherrschaften oder Diktatoren sind von 1900–2006 etwa doppelt so oft erfolgreich gewesen wie gewaltsame und nicht selten in kürzerer Zeit.
Der Grund dafür liegt darin, dass gewaltlose Strategien viel eher als gewaltsame (im gleichen Zeitraum untersuchten die Autorinnen 218 Fälle bewaffneten Aufstands) dazu führten, Unterstützung in der breiten Bevölkerung und in der Folge auch und vor allem im Machtapparat der Diktatoren selbst zu gewinnen. Die gewaltfreie Revolution auf den Philippinen gegen General Marcos 1986 ist ein besonders gutes Beispiel dafür (Goss-Mayr 1996 und 2004).

Mit an Sicherheit grenzender Gewissheit lässt sich sagen, dass dann, wenn „der Westen“ in den letzten 30–40 Jahren statt Waffen in den Nahen Osten zu liefern in dieser Region in die systematische Aufklärung über gewaltfreie Strategien investiert hätte, den SyrerInnen, IrakerInnen, JemenitInnen und der Welt das Elend der gegenwärtigen und wahrscheinlich noch lange andauernden Kriege mit ihrem gigantischen Flüchtlingselend und der Zerstörung so vieler wertvoller alter Kulturgüter und damit auch den Islamischen Staat erspart hätte. (Zur Bedeutung einer entsprechenden Aufklärung im Fall Ägyptens siehe Steinweg 2012, zu den Chancen der Gewaltfreiheit gegenüber dem IS siehe Schweitzer 2015.) Es gibt also Hoffnung in der gegenwärtigen, von Jahr zu Jahr düsterer erscheinenden Weltlage. Sie wird sich jedoch nur verwirklichen, wenn wir energische Schritte über die – wichtige! – Unterzeichnung von Petitionen hinaus zu wagen beginnen.

Ansatzpunkte heute: ein paar Stichworte
Alles uns nur irgend Mögliche und bei jeder Gelegenheit tun, was deutlich macht, dass es so wie in den letzten Jahrzehnten hinsichtlich Konsum, Umweltbelastung, Vergeudung (z. B. durch Aufrüstung), Inkaufnahme gewaltiger Gefahren (Atomenergie, Atomwaffen, Rüstungsexport in Krisenregionen wie den Nahen Osten), Ausbeutung der armen Länder und Ausgrenzung der aus ihnen Fliehenden sowie der sich immer extremer öffnenden Einkommensschere nicht weitergehen kann; das immens Unmoralische dieser Entwicklungen und Alternativen dazu aufzeigen.
Konkrete Kampagnen in einzelnen Handlungsfeldern planen und vorbereiten, wo die Regierungen nichts oder zu wenig tun, ohne den Zusammenhang mit der Gesamtsituation bzw. den übrigen Handlungsfeldern aus dem Auge zu verlieren. Um bei der Einkommensschere zu beginnen: Wie wäre es mit einer gewaltfreien Kampagne: „15 Mal mehr ist genug“? Dabei sollte gelten: Wer besonders hart arbeitet oder/und viel Lebenszeit in Ausbildung investiert hat, soll auch mehr verdienen dürfen. Aber nichts, keine Ausbildung, keine noch so geniale Leistung kann rechtfertigen, dass manche monatlich 200 Mal mehr verdienen als andere oder Einkommen ohne jede Leistung beziehen. Versuchen wir also, die Super-Reichen mit gewaltfreien Mitteln zu überzeugen, dass es in ihrem eigenen Überlebensinteresse liegt, diese Kluft wieder auf ein menschliches und einsehbares Maß zu verringern! Es muss einfach schick werden, dass jede/r, der oder die über mehr Einkommen als 10 oder 15 mal über dem Einkommen eines Hilfsarbeiters verfügt, sich nachweisbar für mindestens ein großes soziales oder kulturelles Projekt engagiert, sei es hier oder in den besonders armen Ländern. Zwang hat sich nicht bewährt. Der „reale“ Sozialismus ist in erster Linie an dem Wahn gescheitert, man könne Gerechtigkeit erzwingen.
Die in Österreich bereits erfolgreiche, in Deutschland – vergleicht man die Reaktionen auf die Atomkatastrophe von Fukushima mit denen in Frankreich – weit fortgeschrittene Bewegung zur Beendigung der atomaren Energieversorgung ist mit aller Kraft fortzusetzen. Und das bedeutet zugleich: Alternative Energieerzeugung und insbesondere die Forschung dazu fordern und fördern. Eine freiwillige Abgabe dafür auf jeden Liter Benzin, den wir verfahren, eine Kampagne, die das organisiert und dem Staat bzw. einzelnen Forschungseinrichtungen unter klaren Bedingungen anbietet, könnte dafür im Sinne von Gandhis konstruktivem Programm bedeutende zusätzliche Anstöße geben.
Fairer Welthandel als konstruktive Alternative zur gegenwärtigen globalen Ausbeutung ist ein wichtiger Faktor – das wird glücklicherweise bereits von immer mehr Menschen erkannt und beherzigt. Gegen die Wegwerfpraxis und Plastikflut könnten wir vor den Kaufhäusern und im Dialog mit den ManagerInnen, notfalls auch mit Mitteln der begrenzten Regelverletzung, erfolgreich sein.
Den überall in Europa sich verstärkenden Tendenzen zur Ausgrenzung von Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe, anderer Sprache und Kultur, die im Falle starker sozialer Belastungen auch der Mehrheiten rasch in kollektive Gewalt und in der Folge in Kriege umschlagen können, begegnen wir am besten, indem wir Beziehungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen herstellen und pflegen: durch lustvolle Begegnungsfeste (siehe z. B. Steinweg 2014a), Gemeinschaftsgärten, „bunte“ Einkaufsgemeinschaften, Pflege der Mehrsprachigkeit (z. B. in der Form von „Erzählzelten“, siehe dazu die Einleitung in Steinweg 2014b), oder durch gemeinsame Aktionen und Angebote zur Sensibilisierung für Rassismus und für konkrete Handlungsmöglichkeiten in Fällen öffentlicher diskriminierender Äußerungen und Ausfälligkeiten, wie sie derzeit in der Friedensstadt Linz entwickelt werden. Belastbare, verlässliche Beziehungen herzustellen und positive Erfahrungen miteinander über alle kulturellen, religiösen und politischen Unterschiede hinweg zu ermöglichen und zu feiern, ist ein konstruktives Programm auf diesem Feld und zugleich die wirksamste Prävention gegen eine Wiederholung der Schrecken des 20. Jahrhunderts in Europa.

Anhang 1
Gandhi hat für die Großmut gegenüber dem Gegner ein Beispiel gegeben, das auf den ersten Blick politisch völlig unverständlich erscheint, so sehr ist es gegen die Logik gerichtet, nach der sich – in Europa zumindest – die alltäglichen politischen Kämpfe vollziehen: 1907 hatte die Regierung der britischen Kolonie Transvaal in Südafrika verfügt, dass jeder Inder und jede Inderin sich registrieren und dabei Fingerabdrücke abnehmen lassen müsse, was als diskriminierend empfunden wurde. 1913 hatte ein Höchstrichter in der Kapkolonie in Südafrika überdies alle Ehen für ungültig erklärt, mit Ausnahme derer, die nach christlichem Ritus geschlossen und von einem Standesbeamten registriert worden seien. Die indischen Ehefrauen verloren durch diesen Richterspruch die Aufenthaltserlaubnis, ihre Kinder galten fortan als unehelich und waren nicht mehr erbberechtigt. Gandhi organisierte von den zwei von ihm gegründeten Stützpunkten aus – der Phoenix-Farm und der Tolstoi-Farm – Aktionen des zivilen Ungehorsams: Zahlreiche Inder und Inderinnen überschritten illegal die Grenzen zwischen den Unionsstaaten Natal und Transvaal, um sich verhaften zu lassen. Sie wurden teilweise in Kohlebergwerken eingesperrt, weil die Gefängnisse überfüllt waren.
Diese große Protestkampagne war im Begriff, erfolgreich zu werden, weil nun rund 50.000 Kohle-Bergarbeiter in den Streik traten. Zu diesem Zeitpunkt traten aus anderen Gründen, die mit Gandhis Kampagne nichts zu tun hatten, auch die weißen Eisenbahngewerkschafter in den Streik. Und was tut Gandhi? Er bricht daraufhin die von ihm angeführte Aktion ab mit der Begründung, er wolle den Engpass, in den die südafrikanische Regierung durch den zusätzlichen Eisenbahnerstreik geraten war, nicht ausnutzen.
Hierzulande hätte man Gandhi wahrscheinlich als Idealisten verspottet, der von Realpolitik keine Ahnung hat. Aber Gandhis Großzügigkeit brachte ihm, nicht zuletzt im britischen Mutterland, so viel Sympathien ein, dass das Unionsparlament in Kapstadt wenige Jahre später (1914) den Indian Relief Act annahm: Die hinduistisch geschlossenen Ehen wurden wieder anerkannt, die Registrierungspflicht wurde aufgehoben und die Einwanderung von InderInnen mit entsprechenden Qualifikationen wieder erlaubt.

Anhang 2
Liste der von Galtung und Naess ermittelten „Normen“ Gandhis:
Du sollst keine Gewalt an irgendeinem lebenden Wesen ausüben oder beabsichtigen, sondern dein Handeln und deine Absichten sollen zu dessen Bestem sein.
Befolge Ahimsa in Gedanken und Sinn!
Identifiziere dich mit denen, für die du kämpfst!
Gib dem Kampf einen positiven Inhalt!
Dehne das Ziel des Kampfes nicht aus!
Schenke deinem Gegner Vertrauen!
Begegne dem Gegner persönlich!
Beurteile andere nicht härter als dich selbst!
Sei kompromissbereit!
Du darfst nicht töten!
Zwinge den Gegner nicht – überzeuge ihn!
Richte den Kampf gegen die Sache, nicht gegen die Person!
Nütze nicht die Schwächen des Gegners aus!
Provoziere den Gegner nicht!
Wähle Mittel, die dem Ziel entsprechen!
Feilsche nicht!
Sei nicht abhängig von einer Hilfe von außen!
Sei opferbereit!
Befolge Ahimsa in Wort und Schrift!
Versetze dich in die Gesichtspunkte des Gegners!
Verbirg deine Pläne nicht!
Gestehe deine Fehler ein!
Entziehe dem Übeltäter das Handlungsobjekt!
Unterlasse Sabotage!
Sei, wo immer möglich, loyal!
Wähle Gewalt vor Feigheit!

Literatur:

  • Arnold, Martin (2011): Gütekraft: zur Wirkungsweise gewaltfreier Aktionen. In: Steinweg, Reiner/Laubenthal, Ulrike (Hg.): Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und Analysen, Franfurt a. M., S. 186–204.
  • Arnold, Martin/Egel-Völp, Reinhard (2011): Gandhi neu entdecken: Von der Norm zur Kraft, guetekraft.net, abgerufen am 24.2.2016.
  • Buro, Andreas (2011): Meine Erfahrungen mit den Satyagraha-Normen von Johan Galtung und Arne Naess nach Gandhi. In: Steinweg, Reiner/Laubenthal, Ulrike (Hg.): Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und Analysen, Franfurt a. M., S. 174–185.
  • Chenoweth, Erica/Stephan, Maria (2011): Why Civil Resistance Works. The Strategic Logic of Nonviolent Conflict.
  • Galtung, Johan/Naess, Arne [1955]: Gandhis politiske etikk. 3. Aufl. Oslo 1994, auszugsweise wiedergegeben in: Buro 2011 bzw. Steinweg/ Laubenthal 2011, S. 178–181.
  • Gandhi, Mohandas Karamchand [1924/1925]: Satyagraha in Südafrika. Aus dem Englischen übersetzt von Wolfgang Sternstein. Mit einem Nachwort von Wolfgang Sternstein. Gandhi, Ausgewählte Werke in 5 Bänden, hg. von Shriman Narayan, bearbeitet von Wolfgang Sternstein, Göttingen: Wallstein Verlag 2011, Band 2.
  • Gandhi, Mohandas Karamchand [1945]: Das Konstruktive Programm. Seine Rolle und seine Bedeutung. Ausgewählte Werke in 5 Bänden, hg. von Shriman Narayan, bearbeitet von Wolfgang Sternstein, Göttingen: Wallstein Verlag 2011, Band. 3, S. 267–299.
  • Goss-Mayr, Hildegard (1996): Wie Feinde Freunde werden. Mein Leben mit Jean Goss für Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit und Versöhnung. Mit einem Geleitwort von Franz Kardinal König. Freiburg/Br.
  • Goss-Mayr, Hildegard (2004): Die Kraft der Gewaltfreiheit am Beispiel der Philippinen. GA 138/139, S. 5–17.
  • Jahn, Egbert [1982]: Gewaltfreier Widerstand in parlamentarischen Demokratien. Die Erfahrungen Martin Luther Kings und der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. In: Steinweg, Reiner/Laubenthal, Ulrike (Hg.): Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und Analysen, Franfurt a. M., S. 52–65.
  • Jahn, Egbert (2015): Die Zuspitzung der Integrationskonkurrenz zwischen Brüssel und Moskau um die Ukraine. Frankfurter Montags-Vorlesungen: Politische Streitfragen in zeitgeschichtlicher Perspektive.
  • Schweitzer, Christine (2015): Nachdenken über das Unvorstellbare: Soziale Verteidigung gegen den Islamischen Staat www.ifgk.de/.
  • Steinweg, Reiner/Laubenthal, Ulrike (2011): Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und Analysen, Frankfurt a. M.
  • Steinweg, Reiner (2011): Online-Bibliografie Gewaltfreie Aktion, Soziale Verteidigung, Ziviler Ungehorsam. Das deutschsprachige Schrifttum mit fremdsprachigen Einsprengseln. www.friedenspaedagogik.de/service/literatur/Bibliographie_Gewaltfreiheit_und_Soziale_Verteidigung, abgerufen am 24.1.2016.
  • Steinweg, Reiner (2012): Wie ist die Gewaltfreiheit bei den Umbrüchen in Ägypten und Tunesien zu erklären? Ein Vergleich mit dem Sturz der Marcos-Diktatur auf den Philippinen vor 25 Jahren. In: Preiss, Bert (Projektleitung): Zeitenwende im arabischen Raum. Welche Antwort findet Europa?  Dialog 61. hg. vom ÖSFK, Berlin/Wien, S. 49–76.
  • Steinweg, Reiner (2014a): Begegnungsfest Wienerstraße Linz, 7.6.2013. Erfahrungsbericht und Tipps für neue Feste. Linz: Selbstverlag der Begegnungs-AG 2014, zugänglich in der Friedensbibliothek der Stadt Linz (Stadtbibliothek im Wissensturm).
  • Steinweg, Reiner (2014b) (Hg.): Geschichten aus aller Welt, mehrsprachig erzählt in der Friedensstadt Linz, mit einem Hör-Buch [und Zeichnungen von Philipp Pamminger], Linz, zugänglich in der Friedensbibliothek der Stadt Linz (Stadtbibliothek im Wissensturm).
  • Steinweg, Reiner (2015): Brauchen wir einen neuen Kalten Krieg? Funktionen und Folgen tradierter Ängste und Empfindlichkeiten und worauf im Ukraine-Konflikt seitens der EU zu achten wäre. Vortrag im Dominikanerhaus Steyr.
    Steinweg, Reiner (2016): Beispiele gelungener Kriegsprävention – ein Überblick. Hg. vom Forum Crisis Prevention, Work in progress: www.crisis-prevention.info/, abgerufen am 19.5.2015.
  • Sternstein, Wolfgang (1970): Die Befreiung der Dritten Welt. Gandhis Konzeption einer gewaltfreien Revolution. In: Ebert, Theodor (Hg.): Ziviler Widerstand. Fallstudien zur gewaltfreien, direkten Aktion aus der innenpolitischen Friedens- und Konfliktforschung, Bielefeld.
  • Thoreau, Henry David [1849]: Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat, Zürich 2004.
  • Thorbecke, Saskia (2011): Gewaltfreie Aktionen und Kampagnen aus dreieinhalb Jahrhunderten. Fünfzehn prominente Fälle. In: Steinweg, Reiner/Laubenthal, Ulrike (Hg.): Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und Analysen, Franfurt a. M., S. 21–37.
  • Weizsäcker, Ernst Ulrich von [1989]: Erdpolitik. Ökologische Realpolitik als Antwort auf die Globalisierung, 5., vollst. überarb. Aufl. 1997.
  • Ziegler, Jean (2015): Ändere die Welt! Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen, Gütersloh.
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Über Frieder Schöbel

Geb. 1936 in Herrnhut/OL. Seit 1938 in Braunschweig (außer 1943-1950). Abitur 1956, Studium Englisch und Latein in Göttingen, Westberlin, Tübingen und Göttingen bis 1963, Ostermarsch-Sekretär. Ab 1964 Braunschweig Ausbildung Höheres Lehramt. Mitbegründer a.i. Braunschweig, der 1. IGS in der Stadt, des Friedenszentrums e.V. und des forums crisis prevention e.v. Lebt seit 2015 in Berlin.