USA – UdSSR: Die Kubakrise 1962

Ausgangslage der Kubakrise

Mit dem Bau der Mauer in Berlin 1961 beendete die Sowjetunion die Massenflucht aus der damaligen DDR und stabilisierte so ihren Alliierten und damit auch ihre Machtstellung in Mitteleuropa. Zur gleichen Zeit konnte Moskau einen weiteren Verbündeten nahe der Südküste der USA gewinnen. Das Regime Fidel Castro war bereit, die Sowjetunion direkt vor der Küste der USA zu unterstützen. Nachdem in Folge der kubanischen Revolution 1959 viele US-amerikanische Investoren enteignet worden waren, hatte der US Geheimdienst auf verschiedenen Wegen versucht, Fidel Castro auszuschalten. In Reaktion auf den gescheiterten, von der CIA unterstützten Landungsversuch bewaffneter Exilkubaner in der Schweinebucht 1961 wandte sich die Regierung in Havanna verstärkt der Sowjetunion zu. Kuba wurde so zum Stützpunkt Moskaus in der Karibik. Da der Kreml im Bereich der Interkontinentalraketen den USA stark unterlegen war, ließ die Führung der Sowjetunion ab 1961 Raketenstellungen auf Kuba einrichten, um von dort aus die wichtigsten Städte Nordamerikas angreifen zu können.

Drohende Eskalation und Deeskalation

Als die US-Regierung 1962 Informationen über das Ausmaß der sowjetischen Raketenstellungen erhielt, setzte Kennedy Chruschtschow am 22.10.1962 ein Ultimatum, worin er die Sowjetunion zum Abbau ihrer Stellungen und zur Abrüstung ihrer Waffen auf der karibischen Insel aufforderte. Die USA überlegten militärische Schritte, die von einer Bombardierung bis zu einer Invasion Kubas reichten. Dies brachte die Welt an den Rand eines atomaren Weltkrieges. Kennedy beschränkte sich dann jedoch auf die Errichtung einer Seeblockade, und Chruschtschow ließ die Schiffe mit der Atomausrüstung umkehren. Falls diese weitergefahren wären, wäre Präsident Kennedy zu einem Atomschlag bereit gewesen. Eine weitere Eskalation des Konflikts konnte so verhindert werden. Am 28. Oktober 1962 befahl Chruschtschow den Abzug der sowjetischen Raketen aus Kuba. Im Gegenzug dazu ließ Kennedy 1.943 auf Südrussland gerichtete Raketen, die in der Türkei stationiert waren, deinstallieren. Moskau und Washington erkannten beide, dass die Kommunikation verbessert werden musste, wenn ähnliche Konflikte in Zukunft verhindert werden sollten. Aufgrund dieser Erkenntnis wurden nach der Kubakrise vertrauensbildende Maßnahmen wie z.B. gemeinsame Schritte zur Rüstungskontrolle und eine Einschränkung der Atomwaffenversuche vom Präsidenten der USA befürwortet. In der Folge schien sich die Lage nach diesem Höhepunkt des Kalten Krieges wieder etwas zu entspannen.

Externe Präventionsbemühungen

Die Rolle der Vereinten Nationen in diesem Konflikt war stark eingeschränkt. Verstärkte Präventionsbemühungen der Vereinten Nationen konnten erst nach dem Ende des Kalten Krieges in den 1990ern etabliert werden. Vorher war die Funktionsfähigkeit der Vereinten Nationen und ihrer Organe weitgehend durch die widerstreitenden Interessen von Ost- und West, namentlich der USA und der Sowjetunion, weitgehend gelähmt.

Gerade in der Kubakrise wurde aufgrund der Beteiligung der beiden Großmächte im Konflikt deutlich, wie sehr die Vereinten Nationen und auch ihr wichtigstes Organ, der Sicherheitsrat, durch diese politische Pattsituation – beide Streitparteien gehörten zu den Ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates, die ein Veto gegen jede Maßnahme der UN einlegen konnten – blockiert waren. Die UN konnten den beiden Streitparteien daher nur ein Podium für Verhandlungen bzw. Informationsaustausch bieten. Der damalige UN-Generalsekretär Sithu U Thant rief die beteiligten Großmächte zur Streitbeilegung auf, u.a. indem er beide Seiten bat, zu verhandeln und ihre Kriegsvorbereitungen für zwei Wochen einzustellen. Dem stimmten die USA allerdings nicht zu. Im Hintergrund versuchte U Thant dennoch mit hohem Engagement, den Konflikt zu deeskalieren. So vermittelte er zwischen den Konfliktparteien und wirkte bei der Formulierung der Bedingungen für ein Ende der Krise mit.

Informell ging der Einsatz des UN Generalsekretärs sehr weit. So hatten die USA bereits den UN-Kabinettschef kontaktiert und angefragt, ob der Generalsekretär eine Erklärung mit der Forderung abgeben könne, die Jupiter Raketen der USA in der Türkei im Austausch für den Abzug der sowjetischen Raketen aus Kuba abzubauen. Präsident Kennedy hätte dann dem UN-Vorschlag zustimmen können, anstatt der Forderung der Sowjetunion direkt nachzugeben. Das hätte ihm ermöglicht, innen- und außenpolitisch sein Gesicht zu wahren. In die Praxis wurde dieser Vorschlag jedoch nicht umgesetzt, allerdings zeigt schon allein die Anfrage der USA die Wichtigkeit des Amtes des Generalsekretärs für die Prävention eines Krieges oder in den Worten der Vereinten Nationen: für die Prävention einer Bedrohung des Weltfriedens.

U Thant sah sich in seiner Rolle als Generalsekretär der Vereinten Nationen vor allem als Moderator, der aktiv Präventionsdiplomatie betrieb. Er war überzeugt, dass das Konzept der präventiven Diplomatie viel effektiver und auch günstiger war als einen bereits aufflammenden Konflikt beizulegen. Während seines fortwährenden Engagements blieb er immer seiner Rolle als Vermittler zwischen den Streitparteien treu und verhielt sich stets unparteilich.

Neben den Vereinten Nationen versuchte auch der Vatikan die Krise zu entschärfen. Papst Johannes XXIII., der selbst den Ersten Weltkrieg auf dem Schlachtfeld erlebt hatte, rief Kennedy und Chruschtschow in einem Schreiben und in einer öffentlichen Rede zur Wahrung des Friedens auf. Sie wurde über Radio Vatikan ausgestrahlt und am 26. Oktober in der sowjetischen „Prawda“ abgedruckt.

Begünstigende und behindernde Faktoren zur Beilegung der Krise

Begünstigende Faktoren bei der Beilegung des Konfliktes waren vor allem, dass keine der beiden beteiligten Seiten einen Nuklearkonflikt tatsächlich anstrebte. Die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien erfolgten meist direkt und nicht auf dem Parkett internationaler Organisationen. Internationale Vermittler und gute Dienste im Rahmen von diplomatischen Bemühungen spielten jedoch im Hintergrund, im Rahmen der Geheimdiplomatie, eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Konfliktlösung. Diese Bemühungen werden allerdings erst in der neueren Literatur zur Kubakrise gewürdigt. Die bisher weit verbreitete offizielle Darstellung der Verhandlungen ergab sich auch aus dem Selbstverständnis der beiden Großmächte, keine Zwischenhändler oder Vermittler aus anderen Staaten zu akzeptieren und der Gegenseite allenfalls über staatsnahe Zwischenträger (Geheimdienste, Journalisten) Vorschläge zur Streitbeilegung zukommen zu lassen.

Negativ auf eine frühere Krisenprävention wirkte sich die innenpolitische Situation v.a. in den USA, aber auch in der Sowjetunion aus, da sowohl Kennedy als auch Chruschtschow ihr Verhalten in der Krise innenpolitisch verantworten mussten und ihnen frühere mögliche Zugeständnisse als Schwäche hätte ausgelegt werden können.

Fidel Castro war von dem Verhalten der Sowjetunion und dem Abzug ihrer Waffen enttäuscht und Kuba und seine Einwohner litten lange unter dem Handelsembargo der USA, dem sich viele westliche Länder angeschlossen hatten.

Weiterführende Literatur

  • Allyn, Bruce/ Blight, James/ Welch, David, 1989: Essence of Revision. Moscow, Havana, and the Cuban Missile Crisis, in: International Security, Vol. 14, No. 3, S. 136-172
  • Brauburger, Stefan, 2002: Die Nervenprobe. Schauplatz Kuba: Als die Welt am Abgrund stand, Frankfurt am Main, Campus Verlag.
  • Kennedy, Robert, 1974: Dreizehn Tage. Wie die Welt beinahe unterging, Darmstadt, Darmstädter Blätter.
  • Lebow, Richard Ned/ Stein, Janice Gross, 1995: We All Lost the Cold War, New Jersey, Princeton University Press.
  • Ramcharan, Bertrand, 2008: Preventive Diplomacy at the UN, Indiana, Indiana University Press.

Julia Semper


USA – UdSSR:
The Cuban Missile Crisis in 1962

The Initial Situation

With the construction of the Berlin Wall in 1961, the Soviet Union ended the mass exodus from the GDR, thus stabilizing both their alliance with and their own power within Central Europe. At the same time Moscow won another ally near the southern coast of the USA. The regime of Fidel Castro was ready to support the Soviet Union just off the coast of the United States. After many US investors had been expropriated as a result of the Cuban revolution in 1959, US intelligence had tried in various ways to get rid of Fidel Castro. In response to the failed, CIA-backed landing attempt by armed Cuban exiles in the Bay of Pigs in 1961, the Havana government turned increasingly towards the Soviet Union. Cuba thus became Moscow’s military base in the Caribbean. Since the Kremlin was greatly inferior to the USA in the field of intercontinental ballistic missiles, the leadership of the Soviet Union from 1961 onwards set about establishing missile sites in Cuba in order to be able to launch direct attacks from there on the most prominent cities in North America.

Threats of Escalation and De-escalation

When the US government gained information in 1962 about the extent of Soviet missile sites, Kennedy gave Khrushchev an ultimatum on October 22, 1962, wherein he demanded that the Soviet Union dismantle their sites and disarm their weapons on the Caribbean island. The US military deliberated over military action, ranging from bombing to an invasion of Cuba. This brought the world to the brink of a nuclear World War. Kennedy, however, limited his action to a naval blockade, and Khrushchev had the ships with nuclear arsenal turn back. If those ships had sailed on, Kennedy would have prepared for a nuclear strike. Thus further escalation of the conflict was prevented. On October 28, 1962, Khrushchev ordered the withdrawal of Soviet missiles from Cuba. In return, Kennedy uninstalled 1,943 missiles stationed in Turkey aiming at the southern parts of the Soviet Union. Moscow and Washington both realized that communication had to be improved if similar conflicts were to be avoided in the future. Recognizing that, the US President endorsed the post Cuban Missile Crisis confidence-building measures, such as joint steps on arms control and limitation of nuclear tests. As a result, after that climax of the Cold War the situation again seemed to become somewhat more relaxed.

External Prevention Efforts

The role of the United Nations in this conflict was severely restricted. Stronger United Nations prevention efforts could be established only after the end of the Cold War in the 1990s. Earlier, the functioning of the United Nations and its institutions had largely been paralysed by the conflicting interests of East and West, especially the United States and the Soviet Union.

Particularly in the Cuban Missile Crisis, due to the participation of the two great powers in that conflict, it became clear that the United Nations and their main organ, the Security Council, were severely blocked. Both parties to the dispute were among the permanent members of the Security Council who could put in a veto against any measure of the UN. Consequently, the UN could only offer the two litigants a platform for negotiations and an exchange of information. The then UN Secretary-General Sithu U Thant called on the great powers involved to settle, among others, their dispute by asking both sides to negotiate and to adjourn their war preparations for two weeks. To that, however, the USA did not agree. Yet in the background U Thant tried with high commitment to de-escalate the conflict. He mediated between the warring parties and was instrumental in the formulation of the conditions for an end to the crisis.

Informally, the engagement of the UN Secretary-General went very far. The US had already contacted the UN and asked whether the Secretary-General could make a statement with a bid to reduce the United States Jupiter missiles in Turkey in exchange for the withdrawal of Soviet missiles from Cuba. Kennedy would then have been able to agree to the UN proposal, rather than yielding to the demands of the Soviet Union directly. This would have allowed him to save face both domestically and in foreign policy. That proposal, however, was not implemented. Nevertheless the request by the United States shows the importance of the Secretary-General’s Office in preventing wars, or in the words of the United Nations, ‘the prevention of a threat to world peace’.

U Thant, in his role as Secretary-General of the United Nations, saw himself primarily as a moderator who actively engaged in prevention diplomacy. He was convinced that the concept of preventive diplomacy was much more effective and helpful than settling an already enflamed conflict. During his ongoing commitment he always remained true to his role as a mediator between the conflicting parties and always conducted himself with impartiality.

In addition to the United Nations the Vatican was also trying to defuse the crisis. Pope John XXIII, who himself had experienced the First World War on the battlefield, called on Kennedy and Khrushchev in a letter and in a public speech to maintain peace. It was broadcast on Vatican Radio and published on 26 October 1962 in the Soviet „Pravda“.

Favourable and hindering factors in resolving the crisis

Favourable factors in settling the conflict were in particular that

  • neither side actually sought a nuclear conflict,
  • negotiations between the parties were usually made directly and not on the floor of international organizations.

However, not an insignificant part in conflict resolution was played in the background by international mediators and good services in the context of their diplomatic efforts and in the context of secret diplomacy. These efforts have, however, only been recognized in recent literature on the Cuban Missile Crisis. The previously widespread official account of the negotiations had been heavily influenced by the national pride of the two superpowers who were thus not open to accept any intermediaries from other states. The opposing power was at most offered suggestions for settling the dispute by their respective, subjective and internal intermediaries (intelligence services, journalists).

A negative effect on earlier crisis prevention was exacerbated by the domestic situation especially in the US but also in the Soviet Union, since both Kennedy and Khrushchev had to account for their ‘crisis’ conduct in domestic politics. Earlier concessions could have been interpreted as weaknesses.

Fidel Castro was disappointed by the conduct of the Soviet Union and their weapons’ withdrawal. Cuba and its people suffered for a long time from the US trade embargo, which was then followed by many Western countries.

References see German version.

Julia Semper


Les Etats Unis – L’Union Soviétique
La Crise de Cuba 1962

La situation de départ

Avec la construction du Mur de Berlin en 1961, l’Union Soviétique mit fin à l’exode de la République démocratique allemande, stabilisant ainsi son alliée et en même temps sa propre puissance en Europe centrale. De plus, Moscou put gagner un autre allié à la côte sud des Etats Unis : Le régime de Fidel Castro était prêt à soutenir l’Union Soviétique devant la côte même des Etats Unis. Après l’expropriation de nombreux investisseurs des Etats Unis en 1959, suite à la révolution cubaine, le service secret des Etats Unis avait essayé par différents moyens d’éliminer Fidel Castro. En 1961, des cubains exilés armés, appuyés par le service secret, essayèrent en vain de débarquer dans la Baie des Cochons. Alors, le gouvernement de La Havane se tourna plus intensément vers l’Union Soviétique. Ainsi, le Cuba devint base militaire de Moscou dans la Mer des Caraïbes. Comme le Kremlin possédait beaucoup moins de missiles intercontinentaux que les Etats Unis, l’Union Soviétique fit installer, depuis 1961, des bases de missiles au Cuba pour être capable ainsi d’attaquer les villes les plus importantes de l’Amérique du Nord.

Danger menaçant d’abord, se calmant ensuite

Lorsqu’en 1962, l’administration des Etats Unis reçut des informations sur l’étendue des bases de missiles soviétiques, le président Kennedy lança un ultimatum à Khrouchtchev le 22 octobre 1962, exigeant la destruction de ces bases et l’abolition des armes stationnées aux îles Caraïbes. Les Etats Unis pensaient à des actions militaires s’étendant d’un bombardement jusqu’à une invasion au Cuba. Cela mena le monde au bord d’une guerre atomique mondiale. Finalement, Kennedy se contenta d’un blocage maritime, et Khrouchtchev fit retourner les navires transportant l’équipement nucléaire. S’ils avaient poursuivi leur route, le président Kennedy aurait été prêt à une attaque atomique. Ainsi, une intensification du conflit put être évitée. Le 28 octobre 1962, Khrouchtchev ordonna le départ des missiles soviétiques du Cuba. Parallèlement, Kennedy fit démonter 1.943 missiles visant le sud de l’Union Soviétique qui étaient stationnés en Turquie. Moscou ainsi que Washington comprirent que leur communication devait s’améliorer si des conflits semblables devaient être évités dans l’avenir. C’est pourquoi, après la crise du Cuba, Kennedy consentit à des mesures favorisant la confiance mutuelle comme p. ex. des pas communs vers un contrôle des armes et une limitation des essais nucléaires. En conséquence, après ce sommet de la guerre froide, la situation semblait quelque peu se détendre.

Tentatives externes de prévention

Le rôle des Nations Unis dans ce conflit était très limité parce que leurs tentatives intensifiées de prévention ne pouvaient s’établir qu’après la fin de la Guerre Froide à partir de 1990. Avant, leur possibilité de prendre influence était paralysée dans une large mesure par les intérêts controverses de l’est et de l’ouest, surtout des Etats Unis et de l’Union Soviétique.

C’était bien la crise de Cuba qui démontra (puisque les deux grandes puissances étaient concernées) à quel point les Nations Unis ainsi que leur institution la plus importante, le conseil de Sécurité, étaient bloqués par cette situation de pat : les deux partis du conflit faisaient part des membres permanents du conseil de Sécurité qui pouvaient opposer leur véto à chaque mesure des Nations Unies. C’est pourquoi elles ne pouvaient offrir aux deux adversaires qu’un forum pour des négociations et des échanges d’informations. Le secrétaire général de l’époque, Sither U Thant, demanda aux grandes puissances concernées de faire la paix, p.ex. en les priant de négocier et d’arrêter leurs préparations guerrières pour deux semaines. Il est vrai que les Etats Unis ne consentirent point. Pourtant, derrières les coulisses, U Thant essayait, très engagé, de calmer le conflit : Il prit le rôle de médiateur entre les adversaires et participa à formuler les conditions pour une fin de la crise.

Informellement, l’engagement du secrétaire général des Nations Unies allait très loin. Ainsi, les Etats Unis avaient déjà pris contact avec le chef de cabinet des Nations Unies en lui demandant si le secrétaire général pouvait publier une déclaration avec la proposition que les Etats Unis retirent les missiles Jupiter de la Turquie en échange du départ des missiles soviétiques du Cuba. Le président Kennedy aurait pu alors consentir à la proposition des Nations Unies au lieu de se plier directement aux exigences soviétiques. Cela lui aurait permis de sauver la face à l’intérieur de son pays comme à l’extérieur. Mais cette proposition ne fut pas mis en pratique ; cependant, la demande des Etats Unis elle-même auprès du chef de cabinet montre l’importance de la position du secrétaire général pour la prévention d’une guerre ou – avec les paroles des Nations Unies – pour prévenir une menace contre la paix du monde.

U Thant comprenait son rôle de secrétaire général des Nations Unies surtout comme celui d’un diplomate se vouant activement à la prévention. Il était convaincu que la conception d’une diplomatie préventive était bien plus efficace et plus pratique aussi que la tâche d’apaiser un conflit déjà enflammé. Durant son engagement permanent, il restait toujours fidèle à son rôle de médiateur entre les adversaires, ne prenant jamais parti lui-même.

A côté des Nations Unies, le Vatican lui-aussi essaya de calmer la crise. Le pape Jean XXIII se souvenant de ce qu’il avait vécu lui-même aux champs de bataille pendant la Première Guerre mondiale, fit appel à Kennedy et à Khrouchtchev, dans une lettre et dans un discours public, de garder la paix. La radio du Vatican en assura l’émission et le 26 octobre, la «Pravda» soviétique la publia.

Facteurs favorables et défavorables pour régler la crise

Ce qui était favorable pour le règlement du conflit, c’était surtout le fait qu’aucun des deux partis concernés ne désirait vraiment un conflit atomique. La plupart des négociations entre les adversaires se déroulait directement et non pas sur le parquet d’organisations internationales. Des médiateurs internationaux et de bons services dans le cadre d’efforts diplomatiques jouaient, derrières les coulisses, grâce à la diplomatie secrète, un rôle respectable pour résoudre le conflit. Il est vrai que ces efforts ne sont estimés à leur juste valeur que dans la littérature récente concernant la crise du Cuba. La présentation officielle des négociations, largement répandue jusqu’ici, résulta aussi de l’image que les deux grandes puissances se faisaient d’elles-mêmes : ne pas accepter des médiateurs d’autres nations et de faire des propositions de règlement à l’adversaire tout au plus par les intermédiaires presque officielles (services secrets, journalistes).

Une prévention à un moment plus avancé n’était guère possible ni dans la situation intérieure des Etats Unis ni dans celle de l’Union Soviétique puisque Kennedy aussi bien que Khrouchtchev devaient expliquer leur comportement dans la crise à leurs peuples : des concessions possibles, avancées plus tôt qu’ils ne les faisaient en réalité, auraient pu être prises pour de la faiblesse.

Fidel Castro était déçu par le comportement de l’Union Soviétique et par le retirement de leurs armes ; le Cuba et ses habitants souffraient longtemps de l’embargo décrété par les Etats Unis, suivi par celui de beaucoup de pays de l’ouest.

Littérature supplémentaire voir version allemande.

Julia Semper

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Über Frieder Schöbel

Geb. 1936 in Herrnhut/OL. Seit 1938 in Braunschweig (außer 1943-1950). Abitur 1956, Studium Englisch und Latein in Göttingen, Westberlin, Tübingen und Göttingen bis 1963, Ostermarsch-Sekretär. Ab 1964 Braunschweig Ausbildung Höheres Lehramt. Mitbegründer a.i. Braunschweig, der 1. IGS in der Stadt, des Friedenszentrums e.V. und des forums crisis prevention e.v. Lebt seit 2015 in Berlin.